Kyoshi Alain Sailly, 7. Dan Goshindo. Goshindo, der Weg den Körper zu Schützen, ist
das Ergebnis der Forschungen von Kyoshi Alain Sailly.
Die Schule der Samurai, angepasst an die Realität der heutigen Zeit, eine
Verbindung der Techniken der Hakkô-Ryû und Daitô-Ryû.
Goshindo umfasst eine Vielzahl von Techniken aus vielen Kampfkünsten, wie
Karate, Judo, Sambo, Ringen, Jiu Jitsu und ist so eine sich ständig
weiterentwickelnde Kampfkunst.
Alain Sailly, geboren am: 7. 8. 1958 in Villers Serneuse (Ardennes, Frankreich)
Goshindo Lehrer 7. Dan
Ju Jutsu Lehrer 6. Dan
Judo Lehrer 2. Dan
Sambo Lehrer
Lehrer für Ringen
All Sport Lehrer
Goshindo die Entstehung
Goshindo eine in Frankreich entwickelte, besondere Stielrichtung des Ju
Jutsu, was in etwa „Weg der Selbstverteidigung“ oder „Der Weg den Körper zu
schützen“ bedeutet. Untrennbar verbunden ist der Name dieser Kampfkunst mit
Kyoshi Alain Sailly (7. Dan) dem technischen Leiter dieser Stilrichtung.
Alain Sailly begann in den sechziger Jahren im alter von etwa fünf Jahren
mit dem Judo Training. Sein damaliger Lehrer unterrichtete auch
Selbstverteidigungstechniken unter der Bezeichnung Taijutsu, so dass Alain
schon sehr früh neben sportlichen Training auch diesen Aspekt kennerlernte.
Mit etwa dreizehn begann er, zusätzlich Ju - Jutsu zu erlernen. Sein Lehrer
Roland Maroteaux unterrichtete damals Daito Ryu Aiki Ju Jutsu und Hakko Ryu
Ju Jutsu. Die Ausbildung im Shotokan Karate bei einem Schüler des
französischen Karate Pioniers Gilbert Gruss vervollständigte schon sehr früh
die umfassende Technikschulung von Alain Sailly. Bereits als Jugendlicher
bedauerte Alain, dass überall sehr stylbezogen trainiert würde und er keine
Möglichkeit hatte, die in den verschiedenen Sparten erworbenen Techniken und
Fähigkeiten übergreifend und kombiniert zu üben.
Trotzdem setzte er seine Studien fort, seine Eltern unterstützten sein
Interesse, und sein Vater besuchte mit ihm Lehrgänge auf der ganzen Welt,
bis Alain 18 geworden war und alleine reisen konnte. So vervollständigte er
seine Kenntnisse in den verschiedenen Kampfkünsten nach der alten Musha
Shugyo Methode des Umherreisens, die schon die Samurai des japanischen
Mittelalters als Ausbildungsweise für besonders komplette Kämpfer geschätzt
hatten. Dabei beschränkte er sich nicht bloss auf asiatische Kampfsysteme,
sondern trainierte auch griechisch römisches Ringen ebenso wie das russische
Sambo. In der Zwischenzeit hatte sein Lehrer Roland Maroteaux den Namen der
von ihm gelehrten Kampfkunst aus verbandspolitischen Gründen
(Meinungsverschiedenheiten bezüglich der Prüfungsrichtlinien) auf Goshindo
geändert. Die Wahl dieser Bezeichnung lag nahe, werden doch in zahlreichen
japanischen Kampfsystemen die Selbstverteidigungsformen als Goshin Ho
bezeichnet, und trägt im Judo die in den fünfziger Jahren entwickelte
Selbstverteidigungsform des Kodokanden Namen Goshin Jutsu No Kata. In
Frankreich war mittlerweile ein eigener Goshindo Verband mit 6 – 7 Vereinen
entstanden, dessen Leitung Alain Sailly nach der Rückkehr von einem weiteren
Trainingsaufenthalt in Japan angeboten wurde. Nun endlich hatte er die
Möglichkeit, seinen Traum von einer systemübergreifenden Kampfkunst im
Goshindo zu verwirklichen. Innerhalb kurzer Zeit gelang es ihm, aufgrund
seines überzeugenden Stils die Mitgliederzahl der französische Clubs zu
erhöhen.
Geschichte des Goshindo
Goshindo - “Der Weg, den Körper zu schützen” ist ein Resultat der
Verschmelzung mehrerer Jiu Jitsu Stile (Schulen), im speziellen Hakko-Ryu
Jiu Jitsu und Dayto-Ryu Jiu Jitsu.
Kreiert wurde es in Frankreich in den 1970er Jahren von dem Japaner DOGANE
Sensei, der in Paris als Kampfkunstlehrer tätig war. Einer seiner Schüler,
Roland MAROTEAUX, der zu dieser Zeit auch Judo, Karate und Aikido
unterrichtete, reiste nach Japan, um seine Kenntnisse in den Kampfkünsten zu
vervollkommnen.
Nach seiner Rückkehr aus Japan gelang es MAROTAUX, Goshindo als neue
Disziplin in Frankreich zu etablieren. 1975 wurde der französische Goshindo
Verband gegründet, erster Präsident war Daniel BEUTLER, Alain SAILLY
fungierte als nationaler technischer Direktor.
Das ursprüngliche Goshindo unterschied sich in seiner Form deutlich von der
heute bekannten Stilrichtung. Als Verbindung von Hakko-Ryu und Daito-Ryu
ähnelte es sehr stark diesen traditionellen, auf kurzen Techniken
aufbauenden und daher statisch wirkenden Jiu-Jitsu Stilen.
Nach und nach wurden neue Techniken sowie Elemente anderer Stile (Karate,
Judo, Sambo, Ringen …) ins Goshindo integriert. Als Resultat dieses ständig
andauernden Weiterentwicklungsprozesses umfasst das heutige Goshindo,
welches in vielen Ländern der Welt unterrichtet und trainiert wird, eine
Vielzahl an Techniken, Bewegungselementen sowie Unterrichts- und
Trainingsmethoden.